Zwei Formen von Selbstüberschätzung, ein Wort.
Kurz kommentiert
Eine Studie im Strategic Management Journal (2026) trennt, was in der Wirtschaftspresse ein Wort bleibt. Überschätzung eigener Prognosen kostet Unternehmenswert, messbar. Präzision – die Entschiedenheit, mit der eine Prognose vertreten wird – korreliert im selben Datensatz mit besserer Firmenperformance.
Was, wenn zwei Führungskräfte gleich forsch auftreten und trotzdem verschiedene Dinge tun?
Die eine überschätzt systematisch, was ihre Prognosen taugen. Die andere formuliert präzise und konsistent. Von außen klingt beides ähnlich. Ein Aufsichtsrat, der beide unter demselben Etikett führt, bestraft am Ende die Klarheit für die Fehler der anderen.
Woran erkenne ich den Unterschied, bevor die Zahlen es zeigen?
Quelle:
Borchardt (2026), Strategic Management Journal, 47(1), 107–140: „A tale of two biases: Unpacking the relationship of overestimation and overprecision on firm performance“


