Was zur Spitze bringt, hält dort nicht
Kurz kommentiert
Hogan Assessments hat Persönlichkeitsdaten von über 21.000 Führungskräften mit den Erwartungen von fast 10.000 Mitarbeitenden weltweit verglichen. Ergebnis: keine Überschneidung zwischen den fünf Eigenschaften, die Führungskräfte am häufigsten zeigen, und den fünf Eigenschaften, die sich Mitarbeitende von ihrer Führung wünschen.
Wessen Eignung wird eigentlich geprüft, wenn Beförderung und Führungsfähigkeit an unterschiedlichen Maßstäben hängen?
Zwischen 40 und 50 Prozent aller Führungskräfte scheitern innerhalb von 18 Monaten nach einer Beförderung. Das liegt selten an fehlendem Fachwissen. Es liegt an Eigenschaften, die unter Druck, Ermüdung oder Selbstzufriedenheit auftauchen — Zuversicht, die zu Arroganz kippt, Sorgfalt, die zur Blockade wird. Genau diese Kippmomente entstehen erst mit Macht, Zeit und nachlassender Selbstkontrolle. Kein Interview und kein Assessment simuliert diesen Zustand, weil er sich per Definition nicht auf Bestellung herstellen lässt.
Ich habe genug Positionen selbst verantwortet, um zu wissen: Die Eigenschaft, die jemanden nach oben bringt, ist nicht automatisch die, die ihn dort hält.
Man befördert den, der sich am besten zeigt — und hofft, dass er auch der bleibt, der er war.

AI-generated, alzando.de