Stabile Anspannung trügt die Statistik
Kurz kommentiert
Der DACH-Arbeitsmarkt zeigt im Frühjahr 2026 keine der üblichen saisonalen Erholung – Ökonomen sprechen von „stabiler Spannung“. Gleichzeitig sinkt die Zahl offiziell gemeldeter Vakanzen, während gerade Führungs- und Spezialistenfunktionen wie Underwriting oder Account Management schwer zu besetzen bleiben.
Wie passt ein entspannter Arbeitsmarkt zu einem verschärften Mangel an genau den Positionen, die zählen?
Die Statistik zählt Stellenanzeigen. Ich sehe seit über zehn Jahren, dass die kritischsten Vakanzen dort gar nicht auftauchen. Sie werden über Direktansprache besetzt, lange bevor jemand eine Stelle ausschreibt – oder gar nicht offiziell ausgeschrieben, weil die gesuchte Person ohnehin nicht auf Jobportalen sucht.
Wer nur auf die offene-Stellen-Statistik schaut, sieht einen entspannten Markt. Wer weiß, wie viele Führungspositionen in Vertrieb und Finance gerade still und ergebnislos vakant sind, sieht das Gegenteil.
Die Zahlen lügen nicht. Sie erzählen nur nicht die ganze Geschichte.

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AI-generated, alzando.de