2,6 Bewerber pro Führungsposition – eine Verdopplung in einem Jahr
Kurz kommentiert
Im Januar standen 9.775 arbeitssuchende Führungskräfte in Einkauf und Vertrieb 3.750 offenen Leitungspositionen gegenüber – 2,6 Bewerber pro Stelle. Vor einem Jahr lag derselbe Wert noch bei 1,6.
Der Grund liegt weniger in einem starken Anstieg der Bewerberzahl als in der deutlich gesunkenen Zahl offener Führungspositionen: Sie fiel innerhalb eines Jahres von 5.490 auf 3.750, während die Zahl der arbeitssuchenden Führungskräfte nur moderat von 8.860 auf 9.775 stieg.
Im klassischen Vertrieb außerhalb der IT zeigt sich ein anderes Bild: 34.940 Suchende treffen auf 39.760 offene Stellen. Quantitativ bewegt sich dieser Markt in Richtung Gleichgewicht.
Anders der IT-Vertrieb: Dort stehen lediglich 1.530 arbeitssuchende Vertriebskräfte 7.530 offenen Stellen gegenüber – ein Verhältnis, das weiterhin auf einen deutlichen Bewerbermangel hindeutet.
Drei Kennzahlen, drei Marktsegmente, drei unterschiedliche Realitäten. Wer pauschal vom »Vertriebsarbeitsmarkt« spricht, vermischt Märkte, die sich gegenwärtig sehr unterschiedlich entwickeln.
Die eigentliche Erkenntnis lautet daher nicht, dass der Vertriebsmarkt gekippt ist. Sie lautet: Je nach Segment gelten inzwischen völlig unterschiedliche Spielregeln. Für Führungskräfte hat sich der Markt deutlich eingetrübt, im klassischen Vertrieb herrscht weitgehend Ausgleich, und im IT-Vertrieb bleibt der Wettbewerb um qualifizierte Kandidaten hoch.
Welche der drei Zahlen entspricht Ihrer aktuellen Erfahrung bei der Suche – und welche nicht?
Quelle:
salesjob Stellenmarkt GmbH, Auswertung Januar 2026, Basis Bundesagentur für Arbeit und Index Anzeigendaten. https://www.salesjob.de/presse/januar-zahlen-zum-deutschen-vertriebsstellenmarkt/



